Konzerte 2014

Ein buntes, fröhliches Programm unterm Motto „Humor im Chor“ servierte der von Christina Hörth musikalisch geleitete Bühler Frauenchor in fröhlich-buntem Outfit. Foto: Werner Vetter
Mit Fahnen, Fanschals und Rhythmus im Blut: Der Bühler Frauenchor, mit „Cheftrainerin“ Christina Hörth an der Spitze, dribbelte im Sprechgesang leichtfüßig ins Fußballtor. Foto: Werner Vetter
Humor im Chor nach Art der Comedian Harmonists: „Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“ wünschte sich der von Christina Hörth dirigierte Bühler Frauenchor bei seinem Konzert im Bürgerhaus Neuer Markt. Foto: Werner Vetter

Einen Halskatarrh klangschön besungen

 

Bühler Frauenchor sorgte mit außergewöhnlichen Werken für jede Menge Heiterkeit / Den pythagoreischen Lehrsatz in rhythmisch präzisem Sprechgesang unters Volk gebracht / In eifrigen Proben die leichte Muse hart erarbeitet

 

Bühl – Einen heiß geliebten Halskatarrh und sprudelnd kochendes Kaffeewasser klangschön besungen, Zeitungsneuigkeiten und Fußballtore in rhythmisch präzisem Sprechgesang gerühmt: Der Bühler Frauenchor sorgte in seinen beiden Konzerten mit außergewöhnlichen Werken beim Publikum für jede Menge Heiterkeit, verbunden mit musikalischem Genuss.

Dirigentin Christina Hörth hatte – nach etlichen Konzerten der letzten Jahre mit ernsten Themen – etwas gewagt und mit dem Frauenchor neue Wege beschritten: Sie widmeten sich dem „Humor im Chor“, untertitelten ihre Auftritte am Samstagabend im Bürgerhaus Neuer Markt und am Sonntag in der Affentaler Winzergenossenschaft mit „Heitere Klänge und lustige Gesänge“.

Dass leichte Muse alles andere als leicht zu „trainieren“ ist, spürten die Sängerinnen in den Proben. „Keine Mühen haben wir gescheut, übten fleißig, damit es Sie erfreut“, erläuterte denn auch Barbara-Maria Mössinger dem Publikum, die die Auftritte pfiffig und pointiert moderierte. Der Chor zog singend ein, setzte mit Scott Joplins „The Entertainer“ ein chormusikalisches Ausrufezeichen. Das innovative, lustige Repertoire und die Qualität der Interpretation hätten es verdient gehabt, dass die Reihen im Bürgerhaus restlos besetzt gewesen wären. Das temperamentvolle Soloklavierspiel Roman Kühns, zum Beispiel in „Maple Leaf Rag“ und „Ein Freund, ein guter Freund“, durfte als ein weiterer guter Grund gewertet werden.

Eine von Bernd Erich Brinkmann in Text und Musik gefasste „Chorprobe“ setzte der Frauenchor stimmgewandt und zungenfertig in Szene, ließ die Zuhörer am Bemühen um Tempo, Intonieren, Artikulieren und Harmonieren sowie am Lamentieren des Dirigenten amüsant teilhaben; Christina Hörth spielte sich sozusagen selbst und zwar – wie im ganzen Konzert – mit vollem Körpereinsatz.

Lorenz Maierhofers Kanon „Fröhlich sein“ gesellte sich reizend zum Motto. Der Chor besang aufgeweckt „Unseren Nachbarn“, den Musikstudenten, der mit frühmorgendlichem „Pap-Pap-Pap-Üben“ den Wecker überflüssig werden ließ. Jede Menge Utensilien, von der Schönheitscreme bis zur Personenwaage, brachten die Sängerinnen ins Spiel, als sie mit Max Raabe überzeugend betonten: „Für Frauen ist das kein Problem!“

Auf den Spuren der „Comedian Harmonists“ schwärmten die Sängerinnen beschwingt von „Wochenend’ und Sonnenschein“, wünschten flott „Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“, meisterten gelenkig die Tempowechsel in „Mein kleiner grüner Kaktus“. Rhythmisch präzise Silben verzahnend dribbelte der Frauenchor im Sprechgesang zum Torschuss, mit Fanschals behangen und Deutschlandfahnen schwenkend. Er erheiterte mit dem „Py-Py-Py-Pythagoras“ und mit fehlenden Neuigkeiten in den von ihm handgeklatschten Zeitschriften.

Chorgesanglich ausgesprochen Angenehmes brachten Christina Hörth und der Frauenchor ins Spiel, als sie Melodien berühmter Komponisten in humorvollen Texten darboten, etwa Mozarts „Kleine Nachtmusik“ als ihre Lieblingsmelodie besangen und das verswingte „Prélude“ aus Charpentiers „Te Deum“ erklingen ließen. Frei nach Beethoven gingen sie mit „Ein Glas zum Abschied“ ins Finale. Mit rhythmischem Beifall forderten die Zuhörer eine Zugabe heraus und begleiteten den Auszug des Chors aus dem Saal.

(Werner Vetter)

 

 

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